energieagence Luxembourg

Holzheizwerk mit Nahwärmenetz

Der Auftrag

Im Auftrag einer kleineren Luxemburger Gemeinde untersuchte die energieagence die Machbarkeit einer Holzhackschnitzelanlage mit Nahwärmenetz.

Der Auftrag umfasste folgende Punkte:

  • Situationserfassung vor Ort
    • Besichtigung der Gebäude, welche zum Anschluss an das Holzheizwerk in Frage kommen
    • Begehung des möglichen Trassenverlaufs des Nahwärmenetzes
    • Suche eines geeigneten Standortes für das Holzheizwerk
  • Auslegung des Holzheizwerkes
  • Rentabilitätsberechnung

Die Vorgehensweise

Wärmeleistung und Wärmeverbrauch aller kommunalen Gebäude, welche zum Anschluss an das Holzheizwerk in Frage kommen, wurden erfasst.

Aufgrund der geografischen Verteilung der kommunalen Gebäude wurde die genauere Untersuchung von folgenden 2 Varianten zurückbehalten:

  • Große Variante: Holzheizwerk von rund 500 kW mit einem Nahwärmenetz von rund 400 Trassenmetern
  • Kleine Variante: Holzheizwerk von rund 250 kW mit einem Nahwärmenetz von rund 100 Trassenmetern

Zwecks Einschätzung der Rentabilität wurden die Wärmeerzeugungskosten des Holzheizwerkes mit Nahwärmenetz und die Wärmeerzeugungskosten dezentraler Heizölkessel miteinander verglichen.

Das Resultat

Die beiden Varianten wiesen unter den damaligen Rahmenbedingungen (Ende 2008) günstigere Wärmeerzeugungskosten auf als eine reine Wärmeerzeugung mit Heizöl.

Gleichzeitig würde das Holzheizwerk die CO2-Emissionen je nach Variante um rund 80 bzw. 130 Tonnen jährlich senken. Dies entspricht einer Minderung von 30-50% des durch den Heizölverbrauch in den kommunalen Gebäuden verursachten CO2-Ausstoßes.

Das zur Hackschnitzelproduktion nutzbare Holzpotenzial der Wälder der Gemeinde genügt problemlos zur Deckung des Bedarfs. Selbst in der großen Variante bleiben etwa 50% des Potenzials ungenutzt.

Die Machbarkeitsstudie zeigte, dass die Bedingungen zum Betrieb eines Holzheizwerkes mit Nahwärmenetz günstig sind. Folglich konnte die energieagence die weitere Entwicklung des Projektes empfehlen.